Realitätsprüfung - Wach´ ich oder träum´ ich? (Bewusstheitskanal)

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Zora
07.10.2004

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Um als Ausgangsbasis für eine Astralerfahrung zuerst einmal einen luziden Traum herbeizuführen, kann man tagsüber bei vollem Wachbewusstsein ohne großen Aufwand und mit minimalem Einsatz von Übungszeit ein einfaches Übungsprogramm anwenden. Diese Methode wird reality-check genannt, zu deutsch Überprüfung der erlebten Realität. Sie basiert auf der philosophischen Spekulation, unser ganzes Leben als Mensch könne ja auch „nur“ der Traum einer beliebigen anderen Instanz sein. Von dieser Annahme ausgehend empfiehlt es sich, des öfteren im Tagesverlauf ernsthaft über die Frage nachzudenken, ob man wirklich wach ist oder ob man vielleicht träumt. Die Frage soll jedes Mal mit absoluter Ernsthaftigkeit durchdacht und an Hand gültiger Realitätskriterien schlüssig beantwortet werden.

Bei den ersten Versuchen, eine passende Antwort zu finden, mag man sich eventuell lächerlich vorkommen oder versucht sein, die Übung zu verwerfen. Das ist aber der Normalfall und sollte keineswegs überschätzt werden. Unsere Vorstellung von Realität haben wir alle seit frühen Kindertagen gelernt, von der älteren Generation übernommen und meist nie wieder angezweifelt. Bestandteil dieser Vorstellung ist unter anderem die verbreitete Geringschätzung von Trauminhalten. Wer aber ernsthaft Interesse für außerkörperliche Erfahrungen hegt, wird diese eingefahrenen Denkschemata ohnehin neu bewerten müssen und wollen. Und genau hierzu eignet sich die „Wach´ ich oder träum´ ich“ - Frage und die daraus jeweils für den Einzelnen folgenden Antworten bestens.

Die selbstverständliche Gewohnheit, im Wachzustand nie an der Realität zu zweifeln ermöglicht es nämlich dem Unterbewusstsein, die selbe Selbstverständlichkeit fast arrogant einzusetzen, um dem Träumenden allnächtlich während des Träumens vorzugaukeln, man hätte „alle seine Sinne beisammen“. Dadurch zweifelt man während eines noch so abstrusen Traumes nur in den allerseltensten Fällen an der Realität des Wahrgenommenen. Bis zum Aufwachen durchläuft unser Gewahrsein so viele angelernte, übernommene Filter- und Verdrängungsmechanismen, dass man den Traum, wenn überhaupt, eben „nur“ als Traum bewertet, sobald man wieder wach ist, sich aber des Unterschiedes der beiden Realitätsstufen der Wahrnehmung wach nie bewusst wird. Erst die gedankliche Auseinadersetzung mit den Funktionsprinzipien, Automatismen und sonstigen Tücken des eigenen Unterbewusstseins lässt leise ahnen, wie unterlegen das Bewusstsein dem Unbewussten in Wahrheit ist.

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