Der Glaube im alten Ägypten
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Im ägyptischen Totenbuch findet sich eine Sammlung von Berichten darüber, wie die Ägypter mit dem Thema Tod und Außerkörperlichkeit umgingen. In Ägypten war der Glaube an die Existenz mehrerer Körper verbreitet, von denen der fleischliche nur die äußere Hülle darstellte. Dem physischen Leib am nächsten kam „KA“, der erste Seelenkörper, der auch bei Träumen und Visionen benutzt wurde und der dem fleischlichen Körper sehr ähnlich sah. KA wurde vom Gott Thoth, dem Herrn über Geburt, Leben, Tod und Wiedergeburt gleichzeitig mit dem physischen Leib und als dessen (astrales) Ebenbild auf der Töpferscheibe erschaffen. Sobald KA dank des Todes seine ewige Freiheit wieder erlangt hatte, besuchte er in verschiedener Gestalt häufig die Leiche des hiesigen Körpers, um in Kontakt mit dem Diesseits zu bleiben. KA wurden Flugeigenschaften zugeschrieben, die seine ungebundene Freiheit symbolisierten. Aus diesem Grunde wurde KA oft als Vogel oder Menschengestalt mit Vogelkopf, Schnabel oder Schwingen dargestellt. Wohlhabendere Ägypter beauftragten die kostspieligen Dienste mehr oder weniger fachkundiger Einbalsamierer, um ihre sterblichen Überreste für die Ewigkeit mumifizieren zu lassen. Nur Pharaonen (Gottkaiser) und einige Könige jedoch konnten sich dank kluger Steuerpolitik oder skrupelloser Ausbeutung Monumentalbauten leisten, die tatsächlich sehr lange Aufb(ew)ahrungsort für ihre Körper sein sollten. Noch heute, Jahrtausende nach der Blütezeit der ägyptischen Kultur, stehen einige dieser Bauwerke, die allerdings viel von ihrer einstigen Pracht eingebüßt haben. |
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