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Zora
07.10.2004

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Streifzug durch die Anschauungen einiger Glaubenssysteme

Im Buddhismus ist die Theorie des gewohnheitsmäßigen Anhaftens an menschliche Begierden und Vorstellungen als eines der großen Leiden bekannt. Buddhisten benennen den Zustand der Lösung dieser Problematik als Nirvana. Ins Nirvana gelangen buddhistische Mönche und Yogis durch Meditation, also Bewusstseinserweiterung in geistige Sphären bei gezielter konzentrierter Selbstbeobachtung. Als weiteres Ziel wird die Befreiung von menschlicher Begierde und Gewohnheit betrachtet. Die Freiheit vom Kreislauf der Wiedergeburt nach dem Tode nennt man "Moksha". Wer bereits zu Lebzeiten meditativ Zugang zum Nirvana erlangt, dem ist "Moksha" nach dem Tode gewiss. Gelegentlich warnen Buddhistische Lehren vor allzu unbewusster Lebensführung, die eine Inkarnation als unbewusstes (niederes) Tier zur Folge haben könnte.

Im Totenbuch der Tibeter wird versucht, inkarnierte Seelen auf die Umstände im Jenseits vorzubereiten. In der tibetischen Lehre werden Sterbende mit Gebeten und Gesängen auf Gefahren hingewiesen, die nach der Entkörperlichung lauern können. Der Einzelne erhält Anleitungen, wie er seinen bewussten Willen konzentrierten und trotz der neuen und sicherlich schockierenden Situation aufrecht erhalten kann. Der Verstorbene hat dann nämlich mehrere nichtkörperliche Bereiche zu durchwandern, in denen er Verlockungen und Versuchungen durch verschiedene Geister, Gottheiten und Energie-Sphären ausgesetzt ist, die danach trachten, seine Lebensenergie an sich zu binden, um sein Fortkommen aufzuhalten.

Wenn die entkörperte Seele jedoch standhaft ihren Weg durch das Jenseits geht, kann sie am Ende ihren eigenen wahren Zweck finden und nur sich selbst dienen: Sie gelangt zur Freiheit und ins Licht. Wenn ihre Energie sich aber aufbraucht, waren alle Mühen vergeblich und die Seele verliert ihr zielgerichtetes Bewusstsein. Wenn das passiert bleiben nur animalische Antriebe zurück, die höchstens noch zur Inkarnation als Tier ausreichen. Dann muss der Betroffene seinen Lernweg durch die Inkarnationen von vorne beginnen. Dies entspricht in etwa dem Sucht-Faktor bei Monroe.

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