Mind Machines - Theoretisches aus der Gehirnforschung
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Über unser Gehirn Das menschliche Gehirn besteht rein chemikalisch betrachtet zu 80 % aus Wasser, der Rest enthält Nervenzellen, Leitungsbahnen und Stützgewebe, Blut- und Lymphgefäße, Hirnhäute oder als biochemische Bausteine: Lipide (u.a. Cholesterin), Eiweiße und relativ wenig Kohlenhydrate. Das Gehirn ist ein überaus Stoffwechsel-aktives Organ. Obwohl es nur 2 Prozent des Körpergewichts ausmacht, beansprucht es 20 Prozent des gesamten Energieumsatzes des Körpers. Das Gehirn benötigt für volle Leistungsfähigkeit im wesentlichen drei Energiequellen: Wasser, Sauerstoff und als hauptsächlichen Energielieferanten Glukose. Man schätzt, dass im Gehirn bis zu 25 Milliarden Neurone (Nervenzellen) für die Informationsverarbeitung und -speicherung zuständig sind. Außer den Neuronen enthält das Gehirn weitere 100 bis 200 Milliarden Stütz- und Nährzellen (Gliazellen), die nicht nur die grauen Hirnzellen mit Nährstoffen versorgen, sondern die, wie man erst seit kurzem weiß, aktiv beim Aufbau des Gedächtnisses mithelfen. Bis vor wenigen Jahren glaubte man nur die grauen Hirnzellen könnten Informationen aufnehmen und Befehle an die Peripherie erteilen. Doch die Gliazellen besitzen ebenfalls Rezeptoren; so entdeckte man zum Beispiel spezifische Empfangszellen für das anregend-wachmachende Noradrenalin. Der Mensch hat die Kapazitäten des eigenen Gehirns noch längst nicht voll ausgeschöpft. Er kann sich die Botenstoffe seines Körpers zunutze machen, indem er sie als Träger von Fähigkeiten anerkennt und sie zur Förderung von Entspannung, Kreativität oder Stimmungsaufhellung gezielt einsetzt. Jeder Mensch hat diese Fähigkeiten und kann sie wachrufen und stimulieren, wenn er weiß, dass Acetylcholin die inspirierenden Gedanken trägt, die Endorphine zu Analgesie und Euphorie führen oder dass Dopamin zu überschießender Phantasie und Kreativität beflügelt. |
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