Bewusst träumen - der luzide Traum (2)

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Morpheus
07.10.2004

Man trifft z.B. die Ansicht an, Träume und gerade Klarträume seien zwar als Lebenshilfe oder Therapie-Inhalte nützlich, aber bezüglich Fragen über das seelische Weiterleben nach dem Tod vertraue man besser seiner Religion. Solche Anschauungen dienen wohl dazu, neue therapeutische Verfahren durchzusetzen ohne die potentiellen Patienten oder wissenschaftlichen Mitverfechter durch allzu unorthodoxe Theorien abzuschrecken. Oder den Autoren selbst mangelt es am Glauben an die lebensübergreifenden Konsequenzen ihrer eigenen Erfahrungen.

Autoren von Büchern zum Thema Astralreisen oder AKE (außerkörperliche Erfahrung) gehen jedoch gewöhnlich viel weiter als wissenschaftliche Autoren, die sich nur bis zur Traum-Thematik vorwagen. Die meisten Texte, die sich auf AKE beziehen, stufen den Klartraum im Erlebnisspektrum unterhalb der Astralerfahrung ein. Während eines luziden Traumes ist der Träumende zwar in der Lage, seinen Trauminhalt bewusst zu steuern, aber die Szenerie wird als weniger plastisch und bedeutsam empfunden als die Erlebnisse während einer AKE.

Prinzipiell handelt es sich beim Klar- bzw. Luziden Traum um einen Traum, in dem der Träumende feststellt, sich im Traumzustand zu befinden. An dieser Stelle, da der gewöhnliche Traum in den luziden Traum übergehen kann, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder sind Bewusstsein und Unterbewusstsein vorbereitet, willens und in der Lage, die Traumsteuerung unter Zuhilfenahme benötigter und verfügbarer Erinnerungen, Pläne und Ziele zu übernehmen oder sie sind es nicht.

Im erwähnten Zustand der vollständigen Bereitschaft bleibt der luzid gewordene Traum luzid. Man kann seine Pläne in die (Traum-Astrale) Tat umsetzen und z.B. die zuvor definierten Ziele für außerkörperlichen Erkundungen anstreben. Bei überwiegender Angst und/oder mangelnder Bereitschaft übernimmt das Unterbewusstsein einfach wieder die Führung und der Traum gleitet zurück in den gewöhnlichen Zustand, bei dem das Bewusstsein höchstens Zuschauer mit mehr oder minder gutem Gedächtnis ist.

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